VEREINIGUNG DES HISTORISCHEN ADELS in Berlin und Brandenburg
VEREINIGUNG DES HISTORISCHEN ADELS in Berlin und Brandenburg

Reisen und Ausflüge

Zum Kennenlernen, zur Kontaktpflege und natürlich zur Wissenserweiterung in Bezug auf das Erbe des Adels bietet die VdhABB regelmäßig Reisen und Ausflüge an. In den vergangenen Jahren gab es Ausflüge in das Berliner Umland, zu Kulturdenkmälern und zu sogenannen Wiedereinrichtern sowie Reisen zu unseren europäischen Nachbarn.

Exkursion nach Prag im Frühjahr 2016 

Die Reisegruppe der VdHABB vor der Deutschen Botschaft in Prag (Foto: Dypbrand v. Queis)

 

"Im Galarock des heiteren Verschwenders
ein Blumenzepter in der schmalen Hand
fährt jetzt der Mai, der Mozart des Kalender,
aus seiner Kutsche grüßend über's Land.
Es überblüht sich, er braucht nur zu winken,
er winkt und fährt durch einen Farbenhain ..."

 

So, wie dieses Gedicht E. Kästners empfanden 23 Mitglieder und Gäste ihre Fahrt vom 29. April bis 1. Mai in die "goldene Stadt" an der Moldau. Unser Reiseleiter Oberst a.D. Dietrich Gerlach, Geheimtipp für kulturhistorisch-politische Exkurse der gehobenen Art, führte bestorganisiert durch das zwar gedrängte aber dennoch entspannt erholsame Programm: Karlsbrücke über die Moldau; tausendjährige Prager Burg auf dem Berg Hradschin, mit St. Veits Dom und goldenem Gässchen das politische wie kulturelle Zentrum Tschechiens; siebenhundert Meter Wenzelsplatz,
bedeutendster politischer Versammlungsort der Republik, die jetzt erneut Deutschland/Österreich als ihren wichtigsten Partner in Europa sieht;
Altstädtisches Rathaus mit astronomischer Uhr und den stündlich wiederkehrenden zwölf Aposteln; Altstädter Ring; Pulverturm; alter jüdischer
Friedhof (wegen Sabbats geschlossen), Tanzendes Haus, Besuch des weltbekannten Schwarzlicht-Theaters und, nicht zuletzt, Empfang in der
deutschen Botschaft mit Blick vom Balkon, auf dem 1989 Genscher den DDR-Flüchtlingen ihre Freiheit mitteilte. - Dies alles zusätzlich auch
noch mit eingängigen Erläuterungen. Dabei war die Stadt – wie immer – voll von fröhlichen, vielfach jugendlichen Touristen aus aller Herren Länder.

Für uns schon etwas Betagte also viel zu viel einerseits und doch entspannend anderseits. Wieso diese Quadratur des Kreises? Weil man sich kannte und in Freundschaft verbunden war. Das ist ja häufig so: Unternehmungen mit Gleichgesinnten im Bekanntenkreis zählen doppelt.

Ernst-Manfred v. Livonius

Dom zu Brandenburg 

Einzug der Domkapitel (Foto: Erhard Herrmann)

Am 11. Oktober 2015 besuchte eine Abordnung der Berliner Vereinigung des historischen Adels und der Baltischen Ritterschaften den Festgottesdienst zur Grundsteinlegung des Doms St. Peter und Paul in Brandenburg an der Havel. Der Dom feierte 2015 sein 850jähriges Jubiläum mit einem sehr hochkarätigen Programm.

 

Für den 11. Oktober 1165 ist die Grundsteinlegung des Gotteshauses, der ‚Geburtstag des Doms‘, urkundlich belegt. Den Gottesdienst hielten der Dechant des Domstifts, Prof. Dr. Wolfgang Huber, und der neue Propst der Landeskirche, Dr. Christian Stäblein. Er ist Stellvertreter des Bischofs und theologischer Leiter des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. 

 

Zu diesem besonderen Gottesdienst hatte das Domkapitel auch andere Kapitel und Konvente eingeladen. U.a. war der Prämonstratenser Orden an diesem Tag vertreten. Der Orden prägte das Leben am Dom von der Grundsteinlegung vor 850 Jahren bis zur Aufhebung der Ordensregel im Jahre 1506.

Nachbericht: Ein Tag in Sieversdorf

Gutshaus Sieversdorf, Sammlung Alexander Duncker

 

 

Petrus hatte es gut mit uns gemeint, als sich vierzig Mitglieder und Freunde unserer Vereinigung am Sonntag, den 21. September 2014 auf den Weg machten, um einen Tag bei einem Wiedereinrichter zu verbringen.  

 

Schloss Sieversdorf im Osten der Mark Brandenburg war nach 1945 als Symbol der „Preußischen Junkerkaste“ zur Hälfte abgerissen worden, was man heute, nach dem Wiederaufbau des rechten Flügels, so gut wie nicht mehr erkennen kann. Der alte Familiensitz, Schloss und Gut Sieversdorf sind von der Familie v. Stünzner-Karbe liebevoll wieder aufgebaut worden. Jetzt kann man sich dort als „paying guest“ oder zu einer stilvollen Hochzeitsfeier einmieten. 

 

„Groß“ und auch erfreulich viel „Klein“ versammelten sich am späten Vormittag vor dem Schlossportal zur Begrüßung. Eine ausgiebige Schlossführung zeigte uns das Ergebnis ungeheurer Einsatzbereitschaft und Schaffenskraft. In einem Nebengebäude sahen wir das Jagdzimmer, in dem Trophäen die ausgestopften Wildtiere und Vögel der Region anschaulich machen. Auch der Fernsehjournalist Jörg Tadeusz war mit seinen Mitarbeitern  eingetroffen und baute seine Gerätschaften auf, um die Familie v. Stünzner zu interviewen und auch unsere Tanzübungen zu filmen. Zu sehen ist der Film in er Mediathek des rbb

 

Baronesse Nadine v. Freytag Löringhoff hatte den Hauptteil des Tages für die Kinder fest in der Hand. Im Parterre des Seitenflügels brachte sie ihnen die Grundschritte der Francaise näher. Es war erfreulich zu beobachten, wie sich die zunächst noch verlegenen Gesichter rasch entspannten, und man nach kurzer Zeit erkennen konnte, dass es den jungen Tänzern richtig Spaß machte.

 

Nach dem Mittagessen in dem stilvoll restaurierten Saal im Obergeschoss gab es, je nach Interessenlage, verschiedene Programme: Eine Führung zu den Seelower Höhen, Schauplatz der letzten großen Schlacht um Berlin 1945, zudem gab es die Möglichkeit, ein Stück des Jakobswegs zu gehen oder nach Frankfurt/Oder zur Besichtigung der Marienkirche zu fahren. Einen interessanten Einblick in die alte Dorfkirche bekamen wir durch Frau v. Stünzner Senior. Die Kinder konnten in dem herrlich großen Garten mit Ponys und Kaninchen toben, Fußball spielen oder mit Nadine weiter Francaise üben. Nachdem am späten Nachmittag alle wieder zusammen gefunden hatten, gab es zum Abschied Kuchen und Getränke im festlich geschmückten Saal.

 

Solche und ähnliche Veranstaltungen haben gerade in der ehemaligen DDR, wo so viele Wiedereinrichter voller Mut, Energie und Optimismus den Wiederaufbau einer alten Kultur wieder vorantreiben, einen starken, zukunftsorientierten Sinn. 

 

Familie v. Stünzner mit ihren fleißigen Helfern gilt unser besonderer Dank für die liebevolle Ausführung. Herzlichen Dank auch der Gräfin Keyserlingk für die Organisation des „Unternehmens Sieversdorf“!

Studienreise nach Schlesien, Mai 2013

Vom 24.-26. Mai 2013 führte der Schlesien-Experte und Buch-Autor Sigismund Frhr. v. Zedlitz eine Gruppe von 25 Personen durch Schlesien. Thema war "Auf den Spuren der deutschen Siedler in Schlesien im 13. Jahrhundert". Die Reise führte über Liegnitz und Goldberg ins Riesengebirge. Quartiere waren das neue Hotel Gwarna und das Schlosshotel Stonsdorf.

 

Hier sein ungekürzter Bericht, der demnächst im Deutschen Adelsblatt erscheinen wird.

 

Bericht Kurzreise Schlesien
13_05_10 Kurzreise nach Schlesien_Sigism[...]
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